Biografie

Fabian Enders (*1986)

profilierte sich als Opern- und Konzertdirigent. Dem Oratorium und der Sinfonik des 18. bis 20. Jahrhunderts gilt seine besondere Aufmerksamkeit. Immer wieder sorgen seine außergewöhnlichen Interpretationen für Aufsehen. 

Der Dirigent ist seit dessen Gründung 2014 künstlerischer Leiter des Sächsischen Kammerchores und Dirigent der Mitteldeutschen Virtuosen. Er arbeitete als Gastdirigent mit Klangkörpern wie dem RIAS Kammerchor (Werke von Mozart, Beethoven, Strawinsky, Haydn, Schütz u. a.) und dem Rundfunkchor Berlin (u. a. Konzert „Meister von morgen“) zusammen. Er dirigierte Konzerte mit dem Thomanerchor Leipzig, dem Mitteldeutschen Kammerorchester, den Salzburg Chamber Soloists, der Gächinger Kantorei, dem Bachcollegium Stuttgart, dem Leipziger Symphonieorchester, dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, der Kammerphilharmonie Odessa, der Philharmonie Neubrandenburg, der Kammerakademie Halle, den Mitteldeutschen Virtuosen, dem Leipziger Barockorchester, dem Monteverdi-Chor Hamburg u. a. Im Rahmen seines Studiums arbeitete er mehrfach mit dem MDR-Symphonieorchester und der Jenaer Philharmonie zusammen. Enders dirigierte beim Bachfest Leipzig, bei den Mendelssohnfesttagen, ist beim MDR-Musiksommer zu erleben, und wirkte beim Musikfest Erzgebirge sowie der Schumanniade. Prägend waren Assistenzen bei Peter Schreier und Helmuth Rilling sowie Einstudierungen für Sir Simon Rattle und René Jacobs.

Er begann seine Laufbahn 2010 an verschiedenen sächsischen Opernhäusern, wirkte ab 2012 als Kapellmeister und zuvor als Chorleiter. Operndirigate: Freischütz, Figaros Hochzeit, Die Zauberflöte u. a. Die Leipziger Erstaufführung von Poulencs „Les mammelles de Tirésias“ fand unter seiner Leitung statt. Zu Eröffnung und Abschluss des 500-jährigen Reformationsjubiläums dirigierte Enders Mendelssohns Oratorien „Elias“ und „Paulus“ in der Leipziger Thomaskirche. 2017 dirigierte er die Uraufführung von Steffen Schleiermachers Szenen für Solo, Chor und Orchester „Ich, Thomas Müntzer, Knecht Gottes“. Regelmäßig führt er die Oratorien Bachs in immer neuer Auslegung auf. Die jüngsten Einspielungen unter Leitung von Fabian Enders wurden von Deutschlandradio Kultur, SWR 2 und Kulturradio vom RBB ausgestrahlt, erschienen bei harmonia mundi, querstand und Rondeau Productions. 


Nach dem Abitur am Berliner Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium studierte er in Leipzig Orchesterdirigieren bei Prof. Georg Christoph Biller, Fredo Jung und Prof. Christian Kluttig an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Er war Meisterschüler bei Kurt Masur und Peter Schreier (Lied) an der Internationalen Mendelssohnakademie, absolvierte Meisterklassen bei Peter Gülke, Simon Halsey, Helmuth Rilling, Hans-Joachim Rotzsch, Jörg-Peter Weigle, Christian Ehwald, Grete Pedersen, Jorma Panula.
Enders ist Stipendiat der Bayreuther Festspiele, der Bachwoche Ansbach und der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg.

2018 arbeitet er erneut mit dem RIAS Kammerchor zusammen und dirigiert  erstmals ein Konzert mit dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus.