Presse


Oratorium von Gustav Schreck wiederaufgeführt

Klug setzte Enders mit Wagners früher Ouvertüre in C-Dur eine Zäsur in der Mitte des Oratoriums…In gleicher Entdeckerlust realisierte Fabian Enders die fesselnde Wiedergeburt. Intensiv lotete er Lyrik und Dramatik der sechs Szenen…aus, zeigte mit plastischer Durchformung der Rezitative ihre Nähe zur Oper, stelle sie herzbewegend vor die Hörer. Gleich die fugierte Einleitung führe er zwingend aus mystischer Stille zu eruptiver Steigerung… Der glänzend trainierte Sächsische Kammerchor bot aufblühende Kantilenen, ausholende dynamische Kontraste und intensive Diktion. Die Choräle erfüllte, wie stets bei Enders, das unmittelbar Bekenntnishafte… Das Orchester zeigte sich, vom Dirigenten minutiös instruiert, in bester Verfassung. Bravorufe und langer Beifall für eine lohnende Wiederentdeckung.

Richard-Wagner-Hournal, Sommer 2018 (Roland Wörner über Richard Wagners Konzertouvertüre in C-Dur und Gustav Schrecks Oratorium „Christus, der Auferstandene in der Thomaskirche Leipzig am 20. 5. 2018)


Gustav Ernst Schrecks Oratorium „Christus, der Auferstandene“ in der Thomaskirche Leipzig

Am Pfingstsonntag erlebte man in der Thomaskirche zum 100. Todestag des Komponisten und Thomaskantors (1893-1917) Gustav Ernst Schreck dessen in allen neuromantischen Farben glühendes Hauptwerk „Christus, der Auferstandene“. Unglaublich: Das Gewandhausorchester überlässt bei dieser Entdeckung die Orgelempore der Thomaskirche widerstandslos dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus, das…bei diesem Gastspiel in glänzender Verfassung brilliert.

Diese 130 Minuten sind aber auch ein großartiger Wurf. Möglicherweise kein Meisterwerk, aber ein Muss für Meyerbeer-, Bruch-, Humperdinck- und Massenet-Enthusiasten: Schreck beherrscht die hohe Kunst der sich langsam aufbauenden Crescendi- und Tutti-Wirkungen, die er in erhebende Orgel-Soli münden lässt. Das bewundert man schon im ersten von sechs Teilen, der das Wunder der Auferstehung als prologische Chorkantate feiert. Der Sächsische Kammerchor meistert den riesigen Part mit einem jungen, starken und enthusiasmierenden Energieschub, der staunen und bewundern macht. Immer wieder entschweben dem dichten Orchestersatz liebliche Violin-Soli. Schreck kennt seinen Mendelssohn, verneigt sich vor Bach mit einem schönen Graduale inklusive Solo-Oboe zum Gang von Cleophas (André Khamasmie) und Barnabas (Lars Conrad) nach Emmaus. Er lässt sein Orchester blühen wie Johannes Brahms. Und dann schaut er sich noch einige (von ihm allerdings etwas gemilderte) Farb- und Deklamationsrevolutionen aus Wagners „Walküre“ und „Meistersinger“ ab. Das alles nimmt Fabian Enders, Spiritus rector am Pult, ernst und vor allem sehr genau: Er hat Recht, denn so kann er diese Entdeckung mit Liebe veredeln. Und vor allem gibt Fabian Enders dem Komponisten Schreck mit seiner inneren Überzeugung eine echte Chance. Denn ganz leicht und allzu leichtfertig wäre es, „Christus, der Auferstandene“ oberflächlich als eklektizistisches Fossil abzuhaken. Soviel ist schon im Verklingen des letzten Akkords der Himmelfahrt mit Paukenwirbel und Trompeten klar: Schrecks Oratorium auf die Verse seiner dichtenden Ehefrau Emmy ist neben Karl Weisers „Jesus“-Dramen ein wichtiges mitteldeutsches Werk über Christus aus der Zeit um 1900, ganz gewiss und unüberhörbar eines der strahlendsten und mitreißendsten.

Um zwei Dresdner Stars kann Fabian Enders nicht nur die Elite des vokalen Nachwuchses aus Leipzig versammeln, sondern ermöglicht diesem Ensemble auch künstlerische Glanzleistungen. Andreas Scheibner hat charismatische Diktion und Balsam für den Heiland, bei dem Schreck sich offenkundig immer wieder zügelt, um nicht allzu melodienselig zum hohen Ton eines lyrischen Musikdramas hinüber zu segeln. Ausgerechnet für die einzige Arie der Jungfrau Maria, die sich nur im Klavierauszug, aber nicht in der Partitur findet, musste Christian van den Berg instrumentierend ergänzen. Ute Selbig klingt mehr vom Himmel als irdisch, ihr eifern Franziska Abram und Viktoria Wilson erfolgreich nach.

Aber insgeheim liebt Schreck, obwohl evangelisch, doch die entsühnte Sünderin Maria von Magdala am meisten und begehrt für sie eine echte Assoluta wie Amalie Materna, Bayreuths erste Brünnhilde und Wiens spektakuläre „Königin von Saba“. Marie Henriette Reinhold singt die schwebenden Minuten ihrer Wiedererkennungsszene mit Jesus souverän, wärmend und bewegend. Neben dem Apostel Johannes übernimmt Johannes Pietzonka für den erkrankten Robert Pohlers den ungläubigen Thomas. Dramaturgisch geschickt verpackte Emmy Schreck also alle wichtigen Episoden von der Auferstehung zur Himmelfahrt, Gustav Ernst Schreck übergoss die Bibelverse mit verschwenderischem musikalischen Reichtum und gewinnender Mannigfaltigkeit der Formen. Dementsprechend steigert sich der Applaus am Ende von bewegter Sanftmut zu kräftiger Begeisterung. So klingt Dank für echte Beglückung. Als lautstarkes Zwischenspiel gab es noch Richard Wagners Konzertouvertüre C-Dur.

Neue Musikzeitung (nmz)- Roland Dippel, 23. 05. 2018


Musikalischer Lichtblick in der Fastenzeit
Der Sächsische Kammerchor glänzt in der Thomaskirche mit der Johannespassion unter Peter Schreier …
Der Sächsische Kammerchor (Einstudierung: Fabian Enders) mit orchestraler Unterstützung der Mitteldeutschen Virtuosen konnte erneut seine außerordentliche Bachkompetenz unter der Leitung von niemand geringerem als Kammersänger Peter Schreier beweisen. …
Der erste Chorus „Herr, unser Herrscher“ zeichnet das überaus hohe Niveau des ganzen Abends vor: Messerscharf schießt der Sächsische Kammerchor seine Phrasen ab. In klagenden Koloraturen bleibt der Sopran präzise, exakt und vor allem die dynamischen Wechsel, das Auf- und Abschwellen der Töne hinterlassen Eindruck, genau wie die subtile und fließende Orchesterbegleitung. Schreier regiert teils mit harschen Bewegungen, teils mit harter Hand, wirft dem Chor die Einsätze hin oder entlockt ihm ein hauchzartes Piano…Zwei Stunden höchste musikalische Qualität in der Thomaskirche…

Leipziger Volkszeitung (Katharina Stork), 26. 02. 2018 (über J. S. Bachs Johannespassion BWV 245)


Stimmgewalt und ausgefallenes Programm
…Dabei spannte Dirigent Enders den Bogen vom ältesten deutschen Weihnachtslied aus dem 11. Jahrhundert bis hinüber zur Chormusik der Gegenwart. Das war eine sehr erlesene, manchmal sogar etwas elitär wirkende Auswahl…
Er animierte den Chor zu den leisesten, fast mystisch versunkenen Tönen…, um andererseits mit geballter Faust und ausladenden, impulsiven Armbewegungen einen exzessiven Forteklang heraufzubeschwören.
Das ging schon deutlich unter die Haut, wie der Sächsische Kammerchor die Motetten von Hugo Distler oder Fabian Enders gestaltete. Zum absoluten Höhepunkt des Adventskonzertes geriet der mit monumentalen Akkordblöcken angereicherte und fast wie in Granit gemeißelte Chorsatz „Und ob sich Wintersturm erhüb“ von Ottmar Gerster. Wunderschön dazu im völligen Gegensatz ließen die Sänger die klangliche Harmonie und eingängige Melodie im Chorsatz „Friede auf Erden“ von Rolf Lukowski gleichsam in allen möglichen Tonfarben aufblühen und aufleuchten.
Dank hoher Stimmkultur, homogenem Klang, präziser Textgestaltung und prägnanter musikalischer Ausgestaltung hatte dieses Chorensemble bei diesem Konzertabend einen gewaltigen Auftakt für die Altenburger Adventsmusiken gesetzt …“

Leipziger Volkszeitung (Dr. Felix Friedrich), 07. 12. 2017 (Chorkonzert zum Advent)


 

„Mit überwältigendem Aplomb und eherner Wucht, aber auch mit zart verhauchenden, meditativen
Klängen und allen Schattierungen dazwischen stellte der junge Kapellmeister Fabian Enders im
Thomaskonzert am Reformationstag 2017 Felix Mendelssohn Bartholdys frühes Oratorium
„Paulus“ in den Raum der Thomaskirche zu Leipzig. Mit seiner Auffassung des Werks als Zeugnis
der frühen deutschen Romantik mit Ausblick auf künftige Entwicklungen belehrte er all jene
Kollegen eines Besseren, die da meinen, Mendelssohns Oratorien als milden Historismus barock
inspirierter Stiletüden exekutieren zu müssen. Stattdessen wurde aufgezeigt, was etwa Richard
Wagner von Mendelssohn gelernt haben könnte oder was von ihm noch bei Brahms nachklingt.
Die versenkungsvolle Klangsphäre der Ouvertüre über den Choral „Wachet auf“ nahm Enders als
Modell für seine subtile Ausdeutung der Choräle mit teils extrem langsamen Tempi und langen
Zäsuren, die die Form, den Zusammenhang der Choralzeilen, fast zu sprengen drohten. Doch
gelang es immer, diese breiten Flächen selbst im Pianissimo mit äußerster Spannung und großem
Atem zu beseelen, sie quasi in einen Schwebezustand zwischen Gebet und Liebeserklärung zu
entrücken. Enders erwies sich als fabelhafter Orchesterdirigent, der Partiturdetails freilegt, die
Klangschönheit der Orchestrierung entfaltet, mählich zwingende Crescendi aufbaut, die in
Choreinsätze von eruptiver Klanggewalt münden. Er ließ seinen herrlichen Sächsischen
Kammerchor textorientiert stimmgewaltig deklamieren, skandieren, Melodiebögen aufblühend
aussingen. Das Mitteldeutsche Kammerorchester glänzte mit glutvollem, farbenreichem Spiel;
ausgezeichnete Einzelleistungen gab es vom Solo-Cello (Wolfram Stephan) und den Holzbläsern,
das Blech unterstützte klangstark die Intentionen des Dirigenten.
Enders standen hervorragende Solisten zur Verfügung: Martin Häßler als stimmgewaltiger Paulus,
Hanna Herfurtner, Sopran, Marie Henriette Reinhold, Alt, Robert Pohlers, Tenor, Lars Conrad,
Bass. Bravorufe, langer Beifall und Standing Ovations der Hörer im Kirchenschiff dankten für eine
dramatische, ergreifende Interpretation des „Paulus“. “

Richard-Wagner-Journal, Dezember 2017 (Roland Wörner über Mendelssohns „Paulus“ in der Leipziger Thomaskirche am 31. 10. 2017)


„…Er nimmt sich die Freiheit, alle Traditionslinien zu prüfen, ihr Bestes zu bewahren. So interpretierte er das Werk hoch expressiv, legte den zukunftsweisenden utopischen Überschuss an Dramatik frei, entließ den Klang aus der engen „Reizschwelle der Bachzeit“ in die Zeitgenossenschaft des 21. Jahrhunderts. Enders setzte auf den heißen Atem starker Kontraste in Dynamik und Tempi. Die subjektiv ausgeloteten Choräle erhielten ihre dramatische Funktion zurück, in den wütenden Turbae-Chöre, in der Erdbeben-Szene legte Enders Bachs erschreckende Harmonie und Klangfarben frei… Über vergleichbare „moderne“ Interpretationen ging seine Dramatisierung weit hinaus … Das Ereignis aber dieser Aufführung war der – man kann es kaum anders sagen- genialische Dirigent Fabian Enders. Er dirigierte mit überlegener Werkkenntnis, temperamentvoll, mit zwingender Bestimmtheit, deutlicher, fordernder und anfeuernder Zeichengebung, die kein musikalisches Details versäumte. Er zeigte, dass es sich lohnt, statt über Quellen aus zweiter Hand wieder neu über die Musik gewordenen Texte und Inhalte selbst nachzudenken.“

Richard-Wagner-Journal, August 2017 (Roland Wörner  über Bachs Matthäuspassion in der Leipziger Thomaskirche am 1. 4. 2017)


 

Gern mehr davon
Leipziger Bachfest mit Telemanns überreicher Kirchenmusik in der Peterskirche
Ein äußerst kraftvolles, energiegeladenes Bild…
Unter der Leitung von Fabian Enders fügt sich das Leipziger Barockorchester nahtlos in den satten, hervorragend balancierten Chorapparat ein… Stehende Ovationen am Ende machen auch deutlich: Es darf gern mehr Telemann gegeben werden in Leipzig.“

Leipziger Volkszeitung (Alexander Faschon), 12. 06. 2017 (Konzert zum Bachfest: Kantaten von G. P. Telemann und J. S. Bach)


 

„Alle Kritik an Schumanns Totenmesse kann mit dieser Aufführung als widerlegt gelten. Enders hob mit den Mitwirkenden die angeblich fehlenden Kontraste der Musik in strahlend helles Licht, ohne das Dunkle der Musik zur effektvollen Bedrohung werden zu lassen. Als Beispiel für die Wirkungsmacht von Schumanns Requiem sei der zweite Satz genommen. Die Wendigkeit und Strahlkraft der Chorstimmen und der fünf Chor-Solisten erhoben das „Domine Jesu“ und das „Sanctus“ zu erhebenden Hoffnungszeichen. Der Schlusssatz „Agnus Dei“ (Lamm Gottes) verhauchte ergreifend ins Nichts. Das Publikum schwieg lange, dann brandete der Beifall los. Zu den unumstrittenen Meisterwerken der Romantik zählt Schumanns Sinfonie Nr. 4 (…). Anders als bei vielen ordentlichen bis guten Einspielungen zettelte Enders einen kompromisslosen Aufruhr an, wie ihm Schumann vorgeschwebt haben mag. Enders scheint den legendären Weltklasse-Dirigenten Arturo Toscanini (1867-1957) einholen zu wollen. Eröffnet wurde das Konzert mit der Fest-Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“ op. 124 von Beethoven. „Musik soll dem Manne Feuer aus dem Geiste schlagen“, forderte Beethoven. Enders hat das als Interpret in die Tat umgesetzt. Es war eine Sternstunde der Musik.“

Freie Presse, 16. 05. 2017 (Robert Schumann: Requiem Des-Dur op 148; Sinfonie Nr. 4 d-Moll Op. 120; L. v. Beethoven „Die Weihe des Hauses“ Op. 124)


 

 „Schon im Konzert der Bayreuth-Stipendiaten 2011 erwies sich Fabian am Klavier als außerordentliche Begabung. Die kam kurze Zeit  später in der an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ dirigierten Aufführung der Bachschen Johannes-Passion in der Einrichtung von Robert Schumann in bezwingender Weise zur Geltung.Seither hat der junge Künstler als Chordirigent und Leiter des Sächsischen Kammerchores weithin Ansehen gewonnen.

Nun faszinierte Fabian Enders am Reformationstag mit einer bewegenden Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“ in der gut besuchten Leipziger Thomaskirche mit seinem Kammerchor, dem Chor der  Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle und dem Mitteldeuitschen Kammerorchester. Mit seiner suggestiven und zugleich präzisen Zeichengebung zieht er vom ersten Takt an die Ausführenden und die Zuhörer in seinen Bann. Enders formt das konfliktreiche Werk vom Unheil beschwörenden Beginn über alle Klagen und Verzweiflung, Hoffnung und Erfüllung bis zur friedvollen Entsagung und zum versöhnenden Ausklang mit nie erlahmender Spannkraft und Empfindungstiefe. Den Chor führt er vom zartesten Pianissimo bis zu gewaltigen, stets kultiviert  klingenden Steigerungen bei stets klarer Führung der Stimmen im ausgewogenen Klangverhältnis mit dem Orchester. Feinfühlig führt Enders auch die Solisten. Mit Ute Selbig und Martin Petzold setzte er zwei bewährte Sänger von Format ein. Herzergreifend erklang die Sopranarie „Höre,  Israel“. Für die verschiedenen Situationen Obadjahs fand Martin Petzold stets den überzeugenden Ausdruck. Neben diesen großartigen Sängern verpflichtete der Dirigent mit der Altistin Marie Henriette Reinhold und dem Bassisten Dominic Große (Elias) zwei junge Künstler, die ihre Partien ebenfalls überzeugend gestalteten. So war dieses bedeutendste Werk Mendelssohns als ein tief bewegendes, weltumspannendes Drama zu erleben, das  spontanen, lang anhaltenden Beifall auslöste. Die dramatische Gestaltungskraft Fabian Enders´ lässt denken, dass der Künstler auch ein Operndirigent von außergewöhnlichem Format werden könnte.“

Prof. Dr. Werner Wolf, Richard-Wagner-Journal, I 2017 (Felix Mendelssohn Bartholdy: „Elias“ Op. 70 in der Thomaskirche Leipzig am 31. 10. 2016)


„…Peter Schreier legte als Dirigent die Wiedergabe in der Kirche zu Kreischa angemessen schlicht, aber nicht pathetisch an, emotional dicht, voll auf die ergreifende Klangschönheit der etwa vierzigminütigen Totenmesse bauend. Der Sächsische Kammerchor (an der Orgel Matthias Eisenberg) setzte das Konzept überzeugend um. Das Ensemble zeichnet sich durch einen besonders gepflegten Chorklang und eine bis auf die Spitze getriebene, präzise Artikulation aus. Vor dem Requiem sang der Sächsische Kammerchor unter Leitung von Fabian Enders einige der volksliedhaften Balladen Schumanns aus op. 75, glasklar in der Intonation …“

Dresdner Neueste Nachrichten (Mareile Hanns), 20. 06. 2016


 

„Schon im Eingangschor strahlt der Sächsische Kammerchor in den polyphonen Geflechten, die Enders zu einem festlichen Ganzen kombiniert. Die Musik strotzt vor Kraft der vollen Männerstimmen […]. Im Unisono-Choral ›Und wenn die Welt voll Teufel wär‹ unterstützt vor allem die deutliche Artikulation der jungen Chorsänger die Dramatik…“

Anja Jaskowski (über die Aufführung der Bach-Kantate »Ein feste Burg ist unser Gott« BWV 80 unter Enders im Festsaal des Alten Rathauses zu Leipzig), Leipziger Volkszeitung, 03.11.2015


„Satt und wie aus einem Guss klingt auch der durch Fabian Enders einstudierte Sächsische Kammerchor den ganzen wunderbaren Konzertabend lang.“

Leipziger Volkszeitung, 30. 7. 2015 (über „Bach und Auferstehung“ (BWV 249, 31) mit dem Mitteldeutschen Kammerorchester unter Prof. Georg Christoph Biller in der Thomaskirche zu Leipzig)


„Die Wiedergabe von Mozarts „Requiem“ erfüllte alle Erwartungen. Die Erzgebirgische Philharmonie und der Sächsische Kammerchor realisierten dieses letzte, unvollendete Meisterwerk Mozarts unter dem jungen Gastdirigenten Fabian Enders auf hohem Niveau als zugespitzt kontrastreiches Seelengemälde. Fabian Enders steuerte eruptive Ausbrüche kraftvoll an, ließ sie grell blendend stehen und mit kalkulierten Pausen erschütternd nachklingen. Im… klagenden „Lacrymosa“, formte Enders mit dem Orchester die lastende Schwere des Leids fühlbar aus. Die reine Schönheit von Mozarts Klaviersonate A-Dur KV 331 wandelt Max Reger… nach und nach in eine neue Orchestersprache. Auch hier fiel auf, dass Fabian Enders der Musik an wichtigen Stellen bewusst reichlich Zeit zum Ausklingen lässt… Ein selten affektreiches, geschärftes Klanggemisch…“

          Freie Presse vom 15. 3. 2015


„Vor allem faszinierte bei dieser Aufführung Fabian Enders als Dirigent… Er betonte den dramatischen Charakter und erreichte eine beispielhafte Geschlossenheit der biblischen Abschnitte, führte aber auch die Solisten (…) zu einer konzentrierten Gestaltung der Arien und der zu ihnen leitenden Rezitative. Auf die Laufbahn dieses hoch begabten jungen Künstlers, der bereits als Gast die Thomaner dirigierte, darf man gespannt blicken, denn er besitzt außer seiner enormen handwerklichen Fähigkeiten nicht nur Gestaltungswillen, sondern ein außergewöhnliches Gestaltungsvermögen und eine alle Mitwirkenden mitreißende Suggestivkraft – also Eigenschaften, die sich schwerlich erlernen lassen.“

Prof. Dr. Werner Wolf Leipziger Musikkritiker, Wagner-Journal und HMT-Journal, Januar 2013
über die Johannespassion mit dem Chursächsischen Kammerchor und -orchester


„Vor allem Gastdirigent Fabian Enders verstand es beeindruckend, das Werk ganz neu zu Gehör zu bringen.“

Mitteldeutsche Zeitung, 19. 12. 2012,
über das Weihnachtsoratorium mit dem Chursächsichen Kammerchor und -orchester unter Enders

WO 2013


„verdient die Aufführung der Bachschen Johannespassion in der für die damalige Orchesterbesetzung geschaffenen Einrichtung von Robert Schumann hervorgehoben zu werden. Fabian Enders (…) erwies sich als außergewöhnliche Dirigierbegabung. Er besitzt klare konzeptionelle Vorstellungen und eine schon jetzt enorme Gestaltungskraft.“

Prof. Dr. Werner Wolf, Richard-Wagner-Journal, Mai 2012 und
Leipzigs Neue, April 2012


„auswendig beschwörend und nachdrücklich“

Horst Reichenböck, Drehpunkt Kultur, Salzburg, 25. 7. 2011
über Mozarts große g-Moll-Sinfonie mit den Salzburg Chamber Soloists unter Enders


„erklang am Schluss so herzergreifend und fast beklemmend (…) Schumanns Spätwerk, (…) Requiem Des-Dur (…). Da war es beinahe tröstlich, sich an die eingangs erklungenen Goethe-Lieder zu erinnern, die aus seiner Faszination für den „Wilhelm Meister“ herrühren. Viel Applaus und ein herzliches Dankeschön für den Bayreuth-Stipendiaten Fabian Enders für die Moderation des Abends, seine einfühlsame Klavierbegleitung und professionelle Stabführung.“

Ursula Oehme, Journal des Richard- Wagner- Verbandes Leipzig, 2010


„Es ist erfreulich, wenn Gleiches sich zu Gleichem gesellt; aber es ist göttlich, wenn ein großer Mensch die kleinen zu sich aufzieht.“ (…) Froh kann sich jene Hochschule schätzen, die Künstler bei sich weiß, denen dieses Experiment gelingt. (…) bedarf eine solche Komposition der dirigentischen Führung, die Fabian Enders gleichsam beherzt und behutsam in die Hand nahm. Das Leipziger Vocalensemble folgte hier der souveränen Leitung des Dirigenten und zeigte eine wohltuenden Selbstverständlichkeit im Umgang mit diesem nur mäßig oft aufgeführten Werk.“

Patrick Grahl, HMT-Journal Leipzig, 2010
über das Requiem Des-Dur von Robert Schumann


„Dirigent Fabian Enders hält das Geschehen nicht nur gut zusammen. Er schafft es gemeinsam mit einem hervorragenden Solistenensemble (…) und einem sehr guten, aus nur acht Sängern bestehenden Chor (…) die diffizile Kammerfassung der Oper in der trockenen Akustik mit einer reichhaltigen Farbpalette zum Blühen zu bringen.“

Tobias Wolff (Intendant der Göttinger Händelfestspiele), Leipziger Volkszeitung vom 8. 12. 2009
über Francis Poulenc: „Die Brüste des Teiresias“mit Solisten der HMT Leipzig


„Den Anfang machte Fabian Enders mit der „Tragischen Ouvertüre“ und hinterließ einen souveränen Eindruck. Er wählte ein recht forsches Tempo, das den tragischen Charakter zumindest im instrumentellen „Rahmen“ keineswegs so deutlich in den Vordergrund stellte, wie man das hätte erwarten können – den tragisch-traurigen Charakter des Mittelteils aber gestaltete er mit hoher Sensibilität. Im „Rahmen“ dagegen dominierte ausdrucksseitig eher die Unruhe, und das offensichtlich mit voller Absicht. (…) das Gesamtbild stimmte zweifellos positiv.“

Roland Ludwig, CO, Dezember 2008


„Die packen ihn. Brahms den Brocken, und das ganze Publikum. Erstaunlich fest, erstaunlich souverän. Und seit Fabian Enders` Auftakt: auswendig. Dass das Orchester die Tragik der Ouvertüre eingangs noch übergreifend erlebt, in intonatorischer Schärfe (…). Dass die Dynamik schwelt und schwillt, mit Enders. Seinem synkopischen Auftrieb, der peitschenden Pointiertheit. Für Götterhörner im Geigengesang, ausgefranstem Akkordgeschrei- und diese Ruhen.“

Charlotte Schrimpff, Leipziger Volkszeitung vom 15. 12. 2008
über Brahms´ „Tragische Ouvertüre“ mit dem HMT-Sinfonieorchester unter Enders


„fügte der Oboensonate von Saint-Saens den denkbar feinsten pianistischen Anschlag hinzu.“

Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 2003.